Brettspiele

Gesellschaftsspiele – Brettspiele

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Brettspiele

Brettspiele

Ein Brettspiel ist ein Gesellschaftsspiel, dessen kennzeichnendes Element ein Spielplan/-brett ist, auf dem Spieler mit Figuren, Steinen oder anderem Material agieren. Ein Spiel, bei dem eine reine Auslage entsteht (wie beispielsweise bei Carcassonne), wird oftmals auch zum Genre der Brettspiele gezählt, obwohl es sich streng genommen um ein Legespiel handelt. Das Spielbrett muss nicht zwangsläufig aus Holz oder aus einem Stück sein. Bei manchen Spielen, etwa bei Die Siedler von Catan, ist es variabel und wird vor jeder Partie neu zusammengesetzt. Die Bedeutung des Spielbretts ist in den einzelnen Spielen unterschiedlich. Bei manchen Titeln – die dann in vielen Fällen an der Grenze zum reinen Karten- oder Würfelspiel stehen – stellt es fast ausschließlich eine angepasste Punktetabelle dar, bei anderen ist es das spielbestimmende Element. Eine besondere Qualitätsauszeichnung für Brettspiele ist der Preis „Spiel des Jahres“. Er gilt als die weltweit bedeutendste Spieleauszeichnung und wird für deutschsprachige Brett- und Kartenspiele verliehen.

Brettspiele

Moderne Brettspiele wie beispielsweise Scotland Yard (erschienen 1983), Das verrückte Labyrinth (erschienen 1986), Siedler von Catan (erschienen 1995), Carcassonne (erschienen 2000, eigentlich eher ein Legespiel), Einfach Genial (erschienen 2004) oder Puerto Rico (erschienen 2002) werden auch als Autorenspiele bezeichnet, da der Name des oder der verantwortlichen Spieleautoren bekannt ist und sich diese oft haupt- oder nebenberuflich mit Spielen beschäftigen. Autorenspiele zeichnen sich auch dadurch aus, dass es zu einem erfolgreichen Spiel oftmals mehrere Aufbausets, Erweiterungen sowie abgeleitete Spiele gibt (wie das Kartenspiel San Juan bei Puerto Rico oder die Erweiterung Seefahrer bei Siedler von Catan). Während in den meisten Ländern vor allem klassische Brettspiele gespielt werden, hat sich im deutschsprachigen Raum eine vielfältige Szene um Autorenspiele gebildet. In den Vereinigten Staaten hat dies schon dazu geführt, dass Brettspiele auch als „German Games’“ bezeichnet werden. Nach Angaben des Vorsitzenden des Verbandes „Fachgruppe Spiel“ Ernst Pohle kommen in Deutschland jährlich etwa 350 Spiele neu auf den Markt, mehr als in jedem anderen Land. Die Internationalisierung des Phänomens der Renaissance von Brettspielen in neuer Vielfalt schreitet momentan rasch voran. Auch in den USA, den Niederlanden, Frankreich und Teilen Asiens formieren sich lebendige Spieleszenen. Mehr als 600 Neuheiten werden Jahr für Jahr auf den Spielemessen in Essen (im Oktober) und Nürnberg (im Februar) vorgestellt. Außerdem wird jährlich von einer Spielejournalisten-Jury die weltweit bedeutendste Spiele-Auszeichnung Spiel des Jahres vergeben, die in der Folgezeit für Katalogwerbung wie auch für das Design der Verpackung ein unübersehbares und wertvolles Gütesiegel darstellt. Brettspiele. Brettspiele. Brettspiele. Brettspiele.